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Unverzichtbar für den Standort: Die Wiener Fachhochschulförderung

von Angelika Balog-Hubinger

Am 1. Oktober 1993 trat das Fachhochschul-Studiengesetz in Kraft und löste damit einen nicht zu erwartenden Boom an Neugründungen aus, der auch vor Wien nicht halt machte. Am heutigen Tag gibt es in Wien fünf Fachhochschulen, davon eine rein technische, sowie einen FH-Studiengang des Bundesministeriums für Landesverteidigung.

Die verschiedenen Studienrichtungen der Fachhochschulen haben eine große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Wien. Vor allem die technischen und wirtschaftlichen Fachrichtungen, die etwa 75 Prozent der Studierenden anlocken, sind entscheidende Kooperationspartnerinnen der regionalen, aber oft auch der international operierenden Wirtschaft. Dadurch entstehen entscheidende Impulse für Innovationen.

Fachhochschulen sind wichtige und flexible Partnerinnen bei der Fachkräfteausbildung für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Wien. Im Studienjahr 2016/2017 haben 1.131 Personen ein Informatikstudium an einer Wiener Hochschule abgeschlossen, davon 44 Prozent an einer Wiener Fachhochschule und 56 Prozent an einer Wiener Universität.

Seit dem Jahr 2000 unterstützt die Stadt Wien mit der Fachhochschulförderung die Entwicklung von neuen Fachhochschul-Studiengängen sowie deren Betrieb. 2002 wurde zusätzlich in die Startfinanzierung von vier Fachhochschul-Studiengängen, die bedeutend für den Wirtschafts- und Technologiebereich sind, investiert.

Leuchtturmprojekte der Wiener FH-Förderung

In den Jahren 2000 bis 2017 wurden rund 63 Millionen Euro an die Wiener Fachhochschulen zur Umsetzung ausgezeichneter Projekte, welche von international besetzten Jurys ausgewählt wurden, vergeben.

In einem dieser ausgezeichneten Projekte wurde im Kompetenzteam „Tissue-Engineering-Bioreaktoren“ an der FH Technikum Wien ein künstlicher Kreuzbandersatz aus Seide entwickelt. Diese Arbeit wurde mit dem Günther Schlag Award 2014 von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft ausgezeichnet.

In einem anderen Projekt an der FH Campus Wien wird die Integration des OPIC (Operation Innovation Center, = High-Tech-Operationssaal mit angrenzender Intensivstation) in Lehrveranstaltungen gefördert.

Am 13. Oktober 2013 eröffnete das erste Josef Ressel Zentrum für Verifikation von eingebetteten Computersystemen an der FH Technikum Wien. Mit zu diesem Erfolg beigetragen haben insgesamt sieben zuvor von der Stadt Wien an dieser Fachhochschule in diesem Forschungsbereich geförderte Vollzeitstellen.

Immer mehr exzellente Fördereinreichungen

Von den insgesamt 212 geförderten Projekten sind bereits 133 abgeschlossen. Die Laufzeit der meisten Projekte beträgt fünf Jahre. Im Rahmen der FH-Förderung wurden bereits 97 Vollzeitstellen für sogenannte „Stiftungsprofessuren“ bzw. „Kompetenzteams“ finanziert.

In der aktuellen Förderperiode 2015 bis 2019 gibt es einen zusätzlichen Förderschwerpunkt: Mit dem Ziel, die Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Einwerbung von Drittmitteln (Horizon 2020) durch optimale Vorbereitung und kontinuierliche Einreichungen deutlich zu verbessern, wird eine „Antragsförderung für Horizon 2020“ vergeben.

Im Jahr 2018 wurden die Fachhochschulen eingeladen, an der laufenden Ausschreibung für Stiftungsprofessuren und Kompetenzteams für Lehre teilzunehmen: Die Budgetsumme aller Projekteinreichungen beträgt mit 8,3 Millionen Euro ein Vielfaches des im Rahmen der Förderung verfügbaren Gesamtbetrages von 2 Millionen Euro.

In den letzten Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass die Budgetsumme der Projekteinreichungen die zur Verfügung stehende Fördersumme weit übertrifft. Die Qualität der eingereichten Anträge steigt kontinuierlich, die Wiener Fachhochschulen sind international sichtbar und gut vernetzt.

 

Weiterführende Informationen

Fachhochschulen und FH-Förderung in Wien

Zur Autorin

  • Angelika Balog-Hubinger arbeitet im Dezernat Forschung, Technologie und Innovation der Magistratsabteilung 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik der Stadt Wien.

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